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:: Michele Becker ist Bester Youth 2018


In diesem Jahr bist du der Beste in der Youth (U-20) Wertung der Jahresgesamtrangliste geworden, ebenso wie bei der Deutschen Meisterschaft auf Sylt. Waren das deine Ziel in diesem Jahr?
 

Auf jeden Fall! Mein Ziel war es den Deutschen Meistertitel auf Sylt in der Youth Kategorie zurück zu holen, nachdem ich ihn letztes Jahr knapp verpasst habe. Dann auch Bester in der Jahresgesamtrangliste zu werden ist super. Die Jahresgesamtrangliste finde ich sogar noch ausschlaggebender, da man sich an verschiedenen Spots und unter verschiedenen Bedingungen beweisen muss. Ich freue mich deshalb, dass die komplette Saison so hervorragend gelaufen ist.

 


Musstest du hart drum kämpfen?

Da ich im April schon mit Lars Paustian und Julien Pockrandt, meinen größten Konkurrenten, in Frankreich zu zwei Regatten war, wusste ich direkt, dass es nicht einfach werden würde. Ich bin über die gesamte Saison sehr konstant gefahren, weshalb ich mich auf langer Sicht nach vorne setzen konnte. Wie in den vergangenen Jahren war es sehr eng zwischen uns. Ich denke genau dieses gegenseitige pushen hat uns soweit nach vorne gebracht.


Wie bist du zum surfen und zu den Regatten gekommen?

Ehrlich gesagt fand ich früher freestylen interessanter und reizender als „schnell fahren“. Mein Vater hat trotzdem nach Wettbewerben geschaut. 2012 bin ich dann spontan zu einem Windsurf Cup Event gefahren. Seitdem habe ich sowohl Freestyle als auch auf dem Slalomboard geübt. Etwa 2015 habe ich mein Potential im Slalom bemerkt und meine Priorität auf die Racing Disziplinen Slalom & Formula Windsurfing gelegt.


Wie kommt es, dass das Surfen eine so große Leidenschaft geworden ist?

Windsurfen war von Anfang an etwas Besonderes. Anfangs habe ich zeitgleich noch Fußball gespielt und war mit dem BMX Rad unterwegs. Seit 2012, also seit meinen ersten Wettkämpfen, hat sich Surfen für mich als Hobby auf ein noch höheres Level gehoben. Seitdem nutze ich es als Ansporn für alles: Geld verdienen für neues Material, Fitnesstraining zu betreiben oder auch für gute Noten in der Schule um für die Wettkämpfe freigestellt zu werden. Windsurfen ist zu meinem Lifestyle geworden.


Wo siehst du dich in fünf Jahren? Was sind deine Ziele?

In fünf Jahren werde ich wahrscheinlich in Kiel wohnen und mein Studium beenden. Ich hoffe, dass ich mich bis dahin in der deutschen Spitze im Slalom etabliert habe. Durch Leute wie Gunnar, Vincent und Nico haben wir extrem gute Fahrer. Hoffentlich bin ich dann auf deren Level oder habe vielleicht einige von ihnen schon hinter mir gelassen. ;)
5 Jahre sind echt eine lange Zeit…


Hast du Unterstützung von Sponsoren?

Die letzten drei Jahre bin ich Material von Ga-Sails und Tabou gefahren und habe damit viel erreicht. In Zukunft werden mich North Sails und Fanatic unterstützen. Wichtig ist ebenfalls mein Partner „Surf-Insurance“, durch die ich mir keine Gedanken über Diebstahlsicherheit meines Materials machen muss. Außerdem unterstützt mich die Nieblumer Windsurfing Schule auf Föhr schon seitdem ich dort meinen Grundkurs gemacht habe.
 

Was würdest du jungen Surfern raten? 

Meiner Meinung nach sollte jeder junge Surfer mal an einem Surfcamp teilgenommen haben. Dabei ist es egal, ob ein Young Gun Freestyle Camp in Griechenland oder das Surfcamp von Vincent Langer in Norddeutschland. Hauptsache mit vielen motivierten, jungen Leuten aufs Wasser gehen und Spaß haben. Eine andere super Möglichkeit, eine weitere Perspektive vom Windsurfen zu erleben, ist es zu einem Wettkampf zu kommen. Vor allem die Windsurf Cup Events an der Ostsee sind klasse um den „Großen“ zuzuschauen oder selber mal mit zu fahren!


Wie stellst du dir die Windsurf Szene in Zukunft vor?

Ich hoffe, dass Windsurfen an Bekanntheit und an aktiven Surfern gewinnt. Jeder sollte mal einen Surfgrundkurs gemacht haben. Erstens macht es viel Spaß zum Beispiel im Urlaub mit der Familie und zweitens kann man danach meist eh nicht mehr auf hören.
Jugendarbeit ist das wichtigste um den Sport am Leben zu halten und zu vergrößern. Deshalb finde ich es super, dass es so viele Camps und Ferienangebote für den Nachwuchs gibt.

Vielen Dank Michele für das Interview und viel Glück beim World Cup auf Sylt!