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:: Mathias Genkel - Bester Deutscher Freestyler 2017

Mathias, du gehörst zu den besten deutschen Windsurfern im Freestyle und konntest dir den Sieg in der Jahresgesamtwertung sichern. Bist du zufrieden? War das dein Ziel für die Saison?

Ja, das war definitiv mein Ziel. Außerdem wollte ich viel aufs Wasser kommen und Spaß dabei haben - und auch das hat super geklappt. In der Welle lief es bei der DM auf Sylt sogar viel besser als gedacht - 5. Platz. Ich bin echt zufrieden. :)


War es für dich eine besondere Saison, wenn ja, woran lag es? 

Ich fand die Saison schon besonders. Das lag daran, dass wir so unterschiedliche Events hatten. Auf Rügen hatten wir zum Beispiel perfektes Flachwasser. Die DM auf Sylt war dann eine ganz andere Veranstaltung mit verschiedensten Bedingungen für wirklich alle Disziplinen. Sylt ist immer herausfordernd und es macht Spaß, wenn die Moves auch in der Welle klappen. Da hat mir dieses Jahr aber auch mein Equipment geholfen. Ich habe mit Olaf, Gerrit und Jörg von Sailloft das neue Freestyle-Segel Air vor der Saison entwickelt und dieses Segel hat wirklich vieles leichter gemacht.


Nur das eine Mal auf Sylt musstest du dich Julian Wiemar geschlagen geben, woran lag das?

Ja, also das Finale im Freestyle lag zwischen Double- und Single-Elimination in der Welle. Ich kann mich erinnern, dass wir schon um 7:30 Uhr mit dem Wave-Contest gestartet sind. 
So um die Mittagszeit, als das Finale stattfand, war ich nicht 100% fit. Ich hatte zuvor wohl zu viel gegessen und das Finale kam schneller als gedacht. Die Bedingungen waren eigentlich perfekt mit schönen Wellen und Sideshore-Wind! Ich hätte gerne eine bessere Performance gezeigt und hoffe auf meine Chance im nächsten Jahr!
Danach hatte ich aber in der Double-Elimination in der Wave-Disziplin eine tolle Zeit. Ich war in der Single gegen den Eventwinner Leon Jamaer rausgeflogen und konnte mich in der Double weit nach vorne kämpfen. An dem Tag bin ich unzählige Heats gefahren und war von 7 bis 18 Uhr auf dem Wasser. Danke auch an die Regattaleitung, die es ermöglicht hat, so effektiv alle Disziplinen durchzuführen. Ich fahre lieber viele Heats, als an Land zu warten. 


Auch in der Overallmeisterschaftsrangliste konntest du dir einen Top-Platz sichern! Was bedeutet das für dich?

Dass ich 4. overall wurde, hat mich total gefreut. Die beiden Disziplinen Wave und Freestyle stellen schon ganz unterschiedliche Anforderungen an einen Fahrer und man muss ein kompletter Fahrer sein, um in beiden Bereichen national auf Top-Niveau zu fahren. Die Erfahrung hilft mir mittlerweile. Auch die Tatsache, dass die Patrik-Boards so universell einsetzbar sind, hat die Sache im Wettkampf leichter gemacht.  




Welches Ziel hast du für das nächste Jahr?

Ich möchte viel Zeit auf dem Wasser verbringen, meinen Gesamtsieg im Freestyle verteidigen und an gute Spots reisen. Außerdem würde ich gerne an mehr Wave-Events teilnehmen. Deshalb hoffe ich, dass viele Events arbeitsfreundlich am Wochenende liegt.


Startest du im nächsten Jahr auch in anderen Disziplinen?

Ich bin vor kurzem von Hamburg nach Rostock gezogen und wohne nun näher am Wasser, was eigentlich perfekte Voraussetzungen sind, um in allen Disziplinen zu trainieren. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich mit dem 5.2er Sailloft Air und dem großen 98l Patrik Air-Style so früh im Gleiten bin, dass sich z.B. die Disziplinen Slalom und Freestyle vom Windbereich stark überschneiden. Vielleicht starte ich bei viel Chop und starkem Wind mit Freestyle-Material im Slalom. Foilen war ich ein paar Mal und fand das Feeling echt super. Das wäre auch noch eine Idee. Allerdings darf es keine Materialschlacht werden. Deshalb wünsche ich mir, dass wir bei den Multivan Windsurf Cups Events in Mecklenburg-Vorpommern auf Usedom und in Kühlungsborn vor allem gute Freestyle- oder Wavebedingungen bekommen. Ich freue mich auf die neue Saison.