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:: Julian Wiemar mitten in der Saison-Vorbereitung!

Hallo Julian, wie bereitest du dich auf die Saison vor?


Ich bin seit Anfang Dezember in Vietnam an einem relativ unentdeckten Spot nördlich vom touristisch erschlossenen Mui Né. Nachdem ich die letzten zwei Jahre in Capetown überwintert habe, wollte ich dieses Jahr etwas neues sehen und die weite Reise hat sich definitiv gelohnt. Ich habe die letzten Wochen die besten Windsurf-Spots überhaupt entdeckt und der Wind weht jeden Tag super konstant. Die Vorbereitung auf die Saison könnte also nicht besser laufen. 


Was erwartest du von der Saison? Welche Ziele hast du dir gesteckt?
Ich möchte meinen deutschen Meistertitel verteidigen und im World Cup unter die Top-20 fahren! 


Wo ist dein Lieblings-Spot?
 
Meine Lieblings-Spots sind in Holland, in der Umgebung vom Brouwersdam. Aber der Spot in Vietnam schafft es neuerdings definitiv in meine Top drei. 


Wieso startest du bisher im Freestyle und in keiner anderen Disziplin?
Weil ich damals zu Hause bei uns am See einfach keine Chance auf Wave-Bedingungen hatte und ich Freestyle viel cooler als Slalom oder Formula fand. 


Wieso, weshalb, warum hast du mit dem Windsurfen angefangen?
Als ich in der Garage meines Opas sein altes Mistral Board gesehen habe, wollte ich es sofort ausprobieren. Ich war vier Jahre alt, konnte weder lesen noch schreiben, aber wollte unbedingt an einem kleinen See in der Nähe von Köln den Surfschein machen. Der Surflehrer schickte mich aber wieder nach Hause, und meinte, ich kann wiederkommen, sobald ich ein Schwimmabzeichen habe und lesen und schreiben kann. Nächsten Sommer stand ich mit Schwimmabzeichen vor der Tür. Ich glaube, ich war gerade eingeschult und konnte nur ein bisschen lesen und schreiben.
Bei der Theorieprüfung bin ich durchgefallen. Da ich aber so gut in der Praxis auf dem Wasser war, habe ich den Schein trotzdem ausgestellt bekommen. Ich war überglücklich und seit diesem Tag zu einhundert Prozent mit dem Windsurf-Virus infiziert.